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Malerei ist nicht das tatsächliche Abbild der Wirklichkeit. Vielmehr ist Malerei die Inspiration,
der zu schaffende Gedanke, gefühlte Eindrücke bildlich festzuhalten, der innere Blick des Malers
zum theoretischen oder tatsächlichen Sein.

- Andreas Böttcher
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Warum Moderne Kunst?


In der École de Paris

Zeitraum: ab 1905

Ort: Paris/Frankreich

Unter der Bezeichnung „École de Paris“ (franz., Schule von Paris) wurden alle diejenigen Künstler zusammengefasst, die sich in den Jahren zwischen 1905 und 1925 in Paris niedergelassen hatten.
Unter ihnen Marc Chagall, Chaim Soutine, Jules Pascin, Moïse Kisling und Amedeo Modigliani. Die Themen dieser Maler waren oft den Legenden und Volksmärchen entnommen. Es entstanden neben melancholisch-lyrischen Stimmungsbildern auch durchaus expressive Darstellungen als deutlicher Gegenpart zum Kubismus.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnete man als „École de Paris“ auch abstrakte Strömungen in der Malerei. Hard Edge Zeitraum: ab 1958 Ort: USA
Der Begriff Hard Edge Painting (engl., hartkantige Malerei) wurde 1958 von dem Kunstkritiker Julius Langsner geprägt. Er steht für eine Stilrichtung, die in den fünfziger Jahren von Künstlern wie Barnett Newman, Ad Reinhardt und Mark Rothko entwickelt wurde. Hard Egde bildet mit seinen in kalten Farben großflächig aufgetragenen geometrischen und organischen Formen, die sich durch harte Kanten voneinander angrenzen, einen Gegenpol zum Abstrakten Expressionismus.
Abstrakte Malerei Zeitraum: Anfang 20. Jahrhundert bis heute Ort: international Abstrakte Malerei bezeichnet die Art der Darstellung, die jeden Bezug zur sichtbaren Wirklichkeit aufgibt und sich nur der Mittel Malerei, Farbe, Form und Linie, bedient. Die Begriffe „konkrete Malerei“ oder „absolute Malerei“ unterstreichen die Tatsache, dass Linie und Struktur der Formen an die Stelle eines figurativen Gegenstandes treten.
Die ungegenständliche Malerei wurde zu einer wesentlichen Ausdrucksform der Kunst des Zwanzigsten Jahrhunderts. Der französische Kunsttheoretiker Michel Seuphor definierte: Jede Kunst, die man berechtigterweise nur nach dem Gesichtspunkt der Harmonie, der Komposition, der Ordnung – oder der Disharmonie, der Dekomposition, der willkürlichen Unordnung – zu beurteilen hat, ist abstrakt.
Anfänge einer Lösung der Malerei von der Wiedergabe der sinnlich wahrnehmbaren Wirklichkeit finden sich schon im Impressionismus, Fauvismus und Expressionismus, wo sich die Farbe schon zu verselbständigen beginnt. Zwischen 1907 und 1910 entstanden dann mit den „Sonaten“-Bildern des Litauers M. Ciurliois, mit Francis Picabias Arbeit „Caoutchouc“ (Musée National d’Art Moderne, Paris) und mit Wassily Kandinskys „Das erste abstrakte Aquarell“ (Musée d’Art Moderne, Paris), die ersten abstrakten Bilder, in denen jede Erinnerung an Gegenständliches ausgelöscht ist.
Die Entwicklung der abstrakten Malerei, die bis heute immer neue Variationen hervor bringt, lässt sich in zwei große Bereiche gliedern: in eine geometrisch orientierte, deren Beginn der Suprematismus Kasimir Malewitschs in Russland und der Konstruktivismus Piet Mondrians kennzeichnet, und in einen abstrakten Expressionismus, bei dem Formen und Farben oft willkürlich gesetzt werden und gleichsam aus dem Unbewussten kommend die Gefühle und Empfindungen des Malers ausdrücken. Diese Form der Abstraktion, die vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa und Amerika eine Blüte erlebte, führte in letzter Konsequenz zu einem Automatismus, bei dem der Malvorgang selbst im Vordergrund der Bildgestaltung steht. In der Technik des Drippings, inspiriert durch Max Ernst, in der der Farbauftrag als am wenigsten gelenkt erscheint, ist das Zufällige der abstrakten Malerei besonders auffällig.
Abstrakter Expressionismus Zeitraum: 1940er bis 1950er Jahre Ort: USA Der Stil des Abstrakten Expressionismus entsprich dem Tachismus in Paris. Wie dieser ging der Abstrakte Expressionismus vom surrealistischen Automatismus aus, der von einigen in die USA emigrierten Europäern (Max Ernst, Yves Tanguy, Arshile Gorky, Robert Mattá u.a.) vermittelt wurde. Hauptmeister des Abstrakten Expressionismus ist Jackson Pollock, der Begründer des Action Painting, das auch Franz Klines, Robert Motherwells, Willem de Koonings und Philip Gustons Art der Malerei wurde.
Eine andere Gruppe aus dem Bereich des Abstrakten Expressionismus, darunter Mark Rothko, Barnett Newman und Ad Reinhardt, wurde als die der „Farbgestiker“ bekannt. Sie schufen mit Hilfe einfacher Farbfelder ein zentrales Bild und sind Vorläufer des Color Painting (Post Painterly Abstraction) und dem Hard Edge Painting.



Aktmalerei



Warum Impressionismus?


Der Impressionismus ist in der Malerei der Begriff für den "Malstil der unmittelbaren Wahrnehmung", das heißt, auf nachvollziehbare Gedankengänge wird weitgehend verzichtet - es wird nur das gerade Gesehene gemalt. Die Motive konnten aus fast allen Lebensbereichen herausgegriffen werden. Der Fachbegriff für dies ist die "reine Malerei". Bilder, die so entstanden sind, sind genau das gerade beobachtete farbige Äquivalent zum Netzhauteindruck des Künstlers.

Die Entwicklung des französischen Impressionismus Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstand in Frankreich ein Bild , das den Namen "Impression soleil levant" (Eindruck bei Sonnenaufgang) trug und den Hafen von Le Havre im Morgennebel zeigte. Ein damals noch unbekannter junger Künstler namens Claude Monet hatte es gemalt. Als dieses Bild 1874 auf einer Ausstellung eines Fotographen in Paris ausgestellt wurde, erntete Monet nur Spott. Ein damals sehr bekannter und angesehener Bildkritiker schrieb einen vor Hohn und Sarkasmus triefenden Bericht, in dem er Monet als einen Künstler beschimpfte, der nicht fähig sei, weiter zu sehen, als den Augenblick - eben als einen "Impressionisten". An dieser Stelle tauchte der Begriff "Impressiomismus" zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf - als Schimpfwort. Allerdings erklärte ein Freund Monets, Antonin Proust, diesen Begriff hätten die Künstler bereits 1858 benutzt - als Ehrentitel. Dieses Datum zeigt, wie lange es gedauert hat, bis der Impressiomismus in der französischen Öffentlichkeit bekannt wurde - fast zwanzig Jahre. Nachdem der Impressionismus langsam aber sicher bekannter - und auch beliebter - wurde, wurden vor allem drei Maler geradezu verehrt: Monet, Manet und Dègas.

Die Entwicklung des Impressionismus in Deutschland Wie schon Anfangs erwähnt, wurde die Stilrichtung "Impressiomismus" erst etwa 20 bis 25 Jahre nach der verspotteten Ausstellung in Paris überhaupt bemerkt. Im Grunde war die Entwicklung in Frankreich und Deutschland gleich: Die - selbsternannten - Kunstkenner in Deutschland beschimpften die Impressionisten ebenfalls als Kleckser und als unwürdig, ihre Stuben und Hallen mit ihren Werken zu zieren. Ein sehr bedeutender Unterschied zu Frankreich war allerdings, daß sich die deutschen Impressionisten an der Schule von Barbizon und an Künstlern wie Courbet orientierten und nicht an dem "französischen Dreigestirn".

Die Impressionisten waren meist aus dem gehobenen Bürgerstand und interessierten sich wenig oder gar nicht für die politischen, sozialen, kirchlichen, religiösen und metaphysischen Probleme der damaligen Zeit. Diese Engstirnigkeit und Desinteressen schränkten die Motivauswahl doch sehr ein: So betrieben die Impressionisten weder Monumentalmalerei mit religiösem oder patriotisch - historischen Inhalt, noch Mythologie und Allegorie, wie zum Beispiel in der Romantik. Ihr selbst auferlegtes Ziel war, die Natur so wahrheitsgetreu wie möglich wiederzugeben. Dazu mußten sie fast ausschließlich im Freien arbeiten, wofür dann bald der Begriff "Pleinair - Malerei" (Freiluftmalerei) aufkam. Die Künstler malten, ohne auch nur den kleinsten Gedanken an etwas anderes zu verschwenden, einfach ihren momentanen Eindruck. Allerdings mieden sie die Öffentlichkeit, wo sie nur konnten: Statt Rennplätzen, Opern oder dem regen Treiben in Großstädten suchten sie das Meer mit seinem wogenden Horizont, einen Fluß mit seinen Wellen oder einfach nur die Sonne mit ihren zitternden Reflexen, um diese Eindrücke auf ihren Leinwänden festzuhalten. Jeder Künstler hatte seine eigene Art, diese Motive zu erfassen. Zola, ein Freund Monets, hat einmal gesagt, daß die Natur im Impressionismus durch das Temperament der Künstler wiedergegeben wird. Das schnelle Erfassen einer Landschaft oder eines anderen Motives erfordert ein hohes Maß an Individualität, Augenblickgebundenheit und Spontanität - die Grundlagen, auf denen der Impressionismus aufbaut. Mit hellen, leuchtenden Farben gaben die Künstler den Eindruck einer bestimmten Minute innerhalb ständig wechselnden Lichts und Atmosphäre, also Witterung und so weiter, wieder. So sorgt jeder Lichtwechsel für ein anderes Bild. Auf diese Art und Weise entstanden die sogenannten "Serienbilder", wie zum Beispiel das berühmte Serienwerk Monets "Heuschober, Sommerende, am Morgen / am Abend" 1891. Manchmal malte der Meister sogar an drei Staffeleien, um auch wirklich jede noch so kleine Veränderung der Umgebung sofort in Öl festhalten zu können.

Diese Präzision in den Bildern bedarf einer genauen und gründlichen Untersuchung der Gegenstandsfarbe im jeweiligen atmosphärischen Zustand. Die Gegenstände, die gemalt wurden, hatten eine verschwommene Kontur. Sie wurden nicht immer fest begrenzt, sondern ganz genau so gemalt, wie sie vom Impressionisten gesehen wurden - auch verschwommen. Dieser Sinneseindruck war - wie schon gesagt - individuell verschieden. Die Spontaneität, mit der die Bilder angefertigt werden mußten, bewirkte, daß kleine Pinselstriche sehr schnell und kurz aufgetragen wurden und sich die Bildfläche in Farbtupfen und Farbflecke auflöste. Trotz dieser Auflösung der Bildfläche konnten die Künstler räumlich darstellen, was sie durch eine Abstufung der Farbtöne vom Vorder - zum Hintergrund von hell nach dunkel erreichten. Geometrische Regeln, oder Gesetzmäßigkeiten der Komposition wandten sie überhaupt nicht an, da der dafür benötigte Zeitaufwand einfach zu groß war - anders, als ihre Vorgänger in der Romantik, bei denen alles bis ins kleinste Detail stimmen mußte. Für ihre Bilder benutzten die Impressionisten keine Schwarz -, Grau - und Brauntöne, kein reines Weiß und auch keine "Erdfarbe", sondern nur die Farben des Farbspektrums (auch: Regenbogenfarben / blau, grün, gelb, orange, rot, violett). Jedoch benutzten sie diese in verschiedenen Nuancen. So war es möglich, genau das zu malen, was man sah, und nicht das, was man wußte. Selbst zum Malen von Schatten benutzten sie diese Farben, da jeder Schatten einen Anteil der Gegenstandsfarbe hat. Natürlich wurden die reinbunten Farben stark abgedunkelt. Da man kein Schwarz benutzte, bediente man sich der jeweiligen Komplementärfarbe, da man beim Ausmischen der Kontrastfarben die dunkelste Mischfarbe erhält.

Die Geschichte des Impressionismus - dessen Künstler anfangs als "Kleckser" bezeichnet wurden - war, den Kritikern nach zu Urteilen, eine Folge von Fehlurteilen. Das größte Fehlurteil jedoch war die Haltung der französischen Bevölkerung: Da die Bilder anders waren, als die bisherige Salonmalerei (Manet setzte unbekleidete junge Frauen zwischen schwarz gekleidete Männer!) gefielen die Bilder nicht - sie waren obszön und skandalös. Außerdem befremdete die Kunstliebhaber, daß manche Personen oder Handlungen vom Bildrand "abgeschnitten" wurden, daß Landschaften sich in Licht und Farbe auflösten, daß die Schatten andersfarbig waren als normal und manchmal sogar heller als die Gegenstandsfarbe. Diese neue Stilrichtung stand im Widerspruch zu allen bisher dagewesenen Themen und Darstellungsformen. Ein weiterer Unterschied zu den vorausgegangenen Kunstrichtungen war, daß die Kunst um der Kunst Willen ("L´art pour l´art") betrieben wurde, und nicht, um Gott oder die Menschen zu erfreuen ("L´art pour Dieu" / "L´art pour l´homme"). Der Impressionismus hatte auch Folgen für die Kunstgeschichte: Durch die Befreiung der Farbe konnte man durch Naturbetrachtungen Anregungen für den Realismus gewinnen.

Als 1876 die letzte Ausstellung der Impressionisten gezeigt wurde, wurde der Impressionismus - mittlerweile äußerst beliebt beim Volk - in den Rang der allein seeligmachenden Kunstrichtung gehoben. Das war allerdings genauso unrecht, wie die sofortige Verurteilung dieses Stils zu seinem Beginn. Die Impressionisten erkannten zu dieser Zeit, daß ihrer Malweise auch Grenzen gesetzt waren. Man konnte doch nicht immer so genau darstellen, wie man es manchmal gerne gehabt hätte. Diese Wahrheit erkannten die Künstler allerdings erst, als ihre Bilder immer weniger im Mittelpunkt der Gespräche über Kunst stand: ein kleiner Kasten, genannt Kamera rückte an die Stelle der Impressionisten. Sollte dieses Ding etwa den seeligmachenden Stil verdrängen ? Es schien so. Denn von da an konnten sich auch die nicht ganz so gut betuchten Bürger ein Bild von sich leisten - es war ihnen ganz egal, ob es von einer Person oder von einer Maschine angefertigt wurde. Die Fotografie hatte sogar noch einige Vorteile: es ging schneller, bis man das Bild bestaunen konnte und die Fotos sahen einfach realistischer aus als die gemalten Werke. Bald erkannte man, daß der Impressionismus eigentlich völlig unnötig war und daß man ihn nicht weiter benötigte. Es konnten sich neue Stile entwickeln, da die Maler nicht mehr an die Farbe und Form der Sache gebunden waren, sondern nun frei experimentieren konnten. So wurde der Impressionismus von der Fotografie aus dem 19. Jahrhundert verdrängt und die kurzlebige "Blüte der Stile" verblühte ebenso rasch, wie sie gewachsen war.

Berühmte Maler der damaligen Zeit Édouard Manet (1832 - 1883) Obwohl er als "Kleckser" betitelt wurde, entfachte er viele Skandale mit seinen Bildern. Er war kein Impressionist im eigentlichen Sinne: Er verwandte für seine Werke schwarz, grau und Brauntöne, wurde aber trotzdem unfreiwillig zum geistigen Führer aller Impressionisten ernannt. Bei ihm stand der Mensch im Mittelpunkt, die Landschaft spielte keine große Rolle. Vom Realismus und von den spanischen Malern Velasquez und Goya wurde er stark beeinflußt.

Der Impressionismus--eine Stilrichtung, die sich hauptsächlich mit den Eindrücken (Impressionen) beschäftigt. Wieso?

Die Bezeichnung "der Impressionismus" bezieht sich ursprünglich auf eine Stilrichtung in der Malerei, die im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts zuerst in Frankreich, dann in anderen europäischen Ländern erfolgreich wurde. Bals wurden die Strömungen der Literatur und der Musik, die sich unter dem Einfluß des Impressionismus der Malerei entwicklte, auch als Impressionismus bezeichnet. Der literarische Impressionismus war besonders aktiv zwischen 1890 und 1910. Er war eine Abwendung vom Naturalismus. Er zog sich vom Bereich des Politischen auf Subjektivismus und Individualismus zurück. Der literarische Impressionismus lehnte die Wirklichkeit ab, die in der Politik und Wirtschaft der vom Imperialismus und Kapitalismus bestimmt wurde. Teilweise war der Impressionismus auch eine Ablehnung der nationalsozialistischen Strömungen besonders im Bereich der Trivialliteratur. Der Impressionismus lehnt die naturwissenafts- und wirklichkeitsorientierten weltanschaulichen Grundlagen des Naturalismus ab. Er übernimmt aber das naturalistische Stilideal der Detailtreue, der Genauigkeit der kunstlerischen Darstellung, weil dieser sogenannte Sekundenstil des Naturalismus dem impressionistischen Stilideal nahsteht. Der Impressionismus geht über den naturalistischen Stilmittel hinaus und benutzt das sensualistische Stilmittel. Im Mittelpunkt der impressionistischen Darstellung stehen Eindrücke, Augenblicke und Reize, die sinnlich, subjektiv, einmalig, unverwechselbar und flüchtig sind. Diese Momente werden in allen ihren subtilen Nuancen und Abweichungen mit größtmöglicher Genauigkeit und Intensität wiedergegeben.

Dabei werden die subjektiven Empfindungen und seelischen Erregungen zwar vereinzelt, nicht aber begrifflich analysiert. Es wird fortwährend entmaterialisert. Die Welt ist nur noch in Stimmungen wahrzunehmen. Verzichtet wird darauf, die Wirklichkeit als eine komplexe Einheit darzustellen. Aufgegeben werden auch das kontinuierlich Geschichtliche und das konstruktive Denken. Was wichtig für die Impressionisten sind die Darstellungen vereinzelter Reizwirkungen. Daher wurde dem Impressionismus vorgeworden, oberflächlich zu sein und sich an das Äußerliche und Vordergründige zu verhaften.

Sprachlich zieht der Impressionismus von rationalen Aspekten auf die Suggestivkraft zurück. Nur Bilder werden aneinandergereiht. Konstruktive oder kompositorische Elemente der dichterischen Darstellung werden vernachlässigt. Bevorzugte Darstellungsmittel sind: erlebte Rede, freid Rhythmen, Lautmalerei, Parataxe, Synästhesie.

Inhaltlich betimmen die Heiterkeit, Unbeschwertheit, die farbig-sinnliche Atmosphäre und Pikanterie und Frivolität den Impressionismus. Die äußere Handlung wird in den Hintergrund geschoben. Wenig Wert wird auf ethisch und praktische Wertung und Zielsetzung gelegt. Ebenso wenig werden soziale Probleme behandelt. Kurze und konzentriete Dichtungstypen werden bevorzugt, wie z.B. Skizze und Novelle, Einakter, besonders Lyrik. Der Impressionismus tendiert zu Pointe und Aphorismus. Als Vorläufer des Impressionismus in Frankreich werden Ch. Baudelaire, P. Verlaine, die Brüder Goncourt betrachtet. Hauptvertreter sind J-K. Huysmans, A. Frnce, M. Barrès, H. de Rénier, M. Proust.

In Deutschland sind die Lyriker D. von Liliencron, M. Dauthendey, R. Dehmel, der frühe R. M. Rilke und der frühe H. von Hofmannsthal (auch als Dramatker, ebenso wie A. Schnitzler, O.E. Hartmann, z. T. H. und Th. Mann. P. Altenberg und P. Hille haben zahlreiche impressionistische Skizzen geschrieben. A. Kerr hat den Impressionismus in die literarische Kritik eingeführt.

Neoimpressionismus , Spätform des * Impressionismus, die gegen Ende des 19. Jh. in Frankreich einsetzte. Vgl. auch * Postimpressionismus.

Als eigene Stilrichtung gilt der Neoimpressionismus seit der Gründung der "Société des artistes indépendants" (Gesellschaft der unabhängigen Künstler) durch Georges Seurat, 1884. Den Namen Neoimpressionismus prägte der Kunstkritiker Félix Fénéon, der in seiner Schrift "Die Impressionisten" Georges Seurat und Paul Signac 1886 erstmals als Neoimpressionisten bezeichnete.

Die von den Impressionisten angewendete Technik, Farben nicht zu mischen, sondern in reiner Form in kurzen Pinselstrichen dicht nebeneinander gesetzt aufzutragen (Farbkommata), wurde von Seurat methodisch zum * Pointillismus verfeinert. Die Farbmischung, d. h. der beabsichtigte Farbton, entsteht bei Betrachtung aus einiger Entfernung erst im Auge des Betrachters. Seurat nannte seine Technik, ungebrochene Farben punktförmig dicht nebeneinanderzusetzen, * Divisionismus und Chromo-Luminarismus.

Postimpressionismus ist ein Begriff, der gewöhnlich die malerische Kunstbewegung des erfolgreichen Impressionismusses kennzeichnet. Anfangs wurde der Begriff an die Stile, die während der letzten zwei Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, von den französischen Malern Paul Cézanne, Paul Gauguin, Henri de Toulouse-Lautrec und George Seurat und vom holländischen Maler Vincent van Gogh entwickelt wurden, angewandt. Es wurde zuerst als eine Referenzen auf einer Ausstellung der Gemälde von Cézanne, Gauguin und van Gogh in London im Jahre 1910, benutzt. In ihren Arbeiten nannten alle diese Maler, außer Seurat, betonend eine subjektive Sicht der visuellen Welt. Obwohl die Postimpressionisten ihre Stile der Gemälde auf den innovativen Farben des Impressionismusses gründeten, wirkten sie gegen die naturalistische Genauigkeit des Impressionismusses und seinen Versuch das Licht darzustellen. Die Arbeiten der Postimpressionisten zeigen eine freie ausdrucksvolle Verwendung von Farben und Formen. Sie gingen von bestimmten Merkmalen des Impressionismusses, wie Analyse der Wirkung des Lichtes und die illusionistischen Bräuche des Naturalismusses aus. Cézanne interessierte sich mehr für die Wiedergabe der strukturellen Qualitäten seiner Themen als für das Kopieren der Natur. Er malte Stilleben und Landschaften in einer Art und Weise, die ihren kubischen Umfang betonten, wie in Kiefern und Felsen (1895-1898, Museum of Modern Art, New York City). Seine Betonung auf die geometrischen Formen und das prismatische Licht eigen in der Natur deuteten den Kubismus voraus. Gauguin beschäftigte sich mit der Entwicklung von flachen, dekorativen Oberflächenmustern in einem Versuch, die malerische Kühnheit der Volkskunst einzufangen, wie in Kalvarienberg (1889, Palais des Beaux-Arts, Brussels). Seine Arbeit beeinflußte den Stil des französischen Malers Henri Matisse, einer der Führer des Fauvismusses. Van Gogh benutzte lebhafte, oft schrille Farben um die mächtige, geistige und emotionale Bedeutung seiner Themen hervorzuheben. Repräsentativ von seinem subjektiven Ansatz ist das Gemälde Sternklare Nacht (1889, Museum of Modern Art). Seine Gemälde kündigten den Expressionismus an. Seurat verwendete seine Farben sorgfältig über der ganzen Oberfläche der Leinwand in winzigen Punkten reiner Farbe, welche, wenn man das Gemälde aus der Ferne betrachtet, sich zu mischen scheinen und Blöcke aus Farbe und Schatten formen. Ein schönes Beispiel seiner Arbeit ist das große Gemälde Sonntags Nachmittag auf der Insel von La Grande Jatte (1884-86, Art Institute of Chicago). Toulouse-Lautrec der auch berühmt für seine Arbeit in der Farblithographie ist, wurde stark durch die linearen Zusammenstellungen japanischer Drucke beeinflußt. Er wählte häufig für seine Themen Reiterszenen und Szenen vom Pariser Nachtleben aus, wie es im Bei der Moulin Rouge dargestellt wurde (1889, Art Institute of Chicago). Andere Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts, wie Surrealismus und Futurismus, sowie Kubismus, Expressionismus und Fauvismus, werden als Postimpressionismus bezeichnet, weil sie sich als ein Ergebnis das teilweise aus der Freiheit, die für die Künstler des Impressionismusses erzielt wurde und das teilweise auf einer neuen Betonung der geistigen Vorstellung der Kunst beruhte, entwickelten. Der letzte Sinn der Kunstbewegung des 20. Jahrhunderts spiegelt auffallend die Innovationen von Cézanne, Gauguin und van Gogh wieder.

Ich wünsche Ihnen weiterhin noch viel Spass, bei dem Besuch meiner Seiten,







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